Zu hoher Cholesterinspiegel – wie hoch ist Ihr Risiko?

Es gibt viele Gründe, warum die Cholesterinwerte im Blut gefährlich hoch werden. Die familiäre Veranlagung spielt eine große Rolle, aber auch Ihre Ernährung und Ihr gesamter Lebensstil. Oft tragen auch andere Erkrankungen zu einer Störung im Fettstoffwechsel bei oder stehen in einer Wechselwirkung mit ihr. Gicht gehört dazu, aber auch Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ 2.

Doch ganz gleich, welche Ursachen ein zu hoher Cholesterinspiegel hat:Je eher Sie handeln, desto eher können Sie Folgen für Ihre Gesundheit vermeiden. Wenn Sie eine der folgenden Fragen mit Ja beantworten können, sollten Sie bald mit einem Arzt über eine Untersuchung Ihrer Cholesterinwerte sprechen.

Je eher Sie handeln, desto eher können
Sie Folgen für Ihre Gesundheit vermeiden.

Welche Risikofaktoren treffen auf Sie zu?

  • Rauchen Sie?
  • Ist Ihr Blutdruck zu hoch?
  • Haben Sie Diabetes Typ 2?
  • Gab es in Ihrer Verwandtschaft einen Herzinfarkt vor dem 50. Lebensjahr?
  • Nehmen Sie die Pille?
  • Trinken Sie häufig viel Alkohol?
  • Sind Sie stark übergewichtig?
  • Ist Ihr Bauchumfang größer als 88 cm (Frauen)/102 cm (Männer)?

Achtung metabolisches Syndrom!

Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 – diese Erkrankungen gehören inhaltlich zusammen und werden als metabolisches Syndrom bezeichnet. Liegen mehrere Symptome des metabolischen Syndroms gleichzeitig vor, besteht ein stark erhöhtes Risiko für Gefäßverkalkungen und infolgedessen Herzinfarkt und Schlaganfall. Betroffene müssen daher besonders auf ihre Cholesterinwerte achten.

Übergewicht

Anders als man denken würde, verursacht Übergewicht nur eine leichte Erhöhung des Cholesterins, dafür steigen jedoch die Triglyceride, und der HDL-Wert sinkt. Um die Blutfette zu normalisieren, ist Gewichtsreduktion die beste Maßnahme. Hier finden Sie Hinweise zu Ernährung und mehr Bewegung.

Cholesterin und Bluthochdruck

Zwischen dem Blutdruck und Cholesterinspiegel besteht ein direkter Zusammenhang. So können hohe Werte an Gesamtcholesterin Einfluss auf die Entwicklung von Bluthochdruck haben. Untersuchungen zeigen, dass Frauen mit höheren Werten an Gesamtcholesterin über die Jahre eher Bluthochdruck entwickelt haben, als solche mit niedrigeren Werten.

Cholesterin und Gicht

Wer zu Gichtanfällen neigt, sollte auch seine Cholesterinwerte unter die Lupe nehmen. Zu hohe Werte begünstigen die Entwicklung von überschüssiger Harnsäure im Blut, was zu den schmerzhaften Schwellungen der Gelenke - insbesondere die der Beine und Füße führen kann. Umgekehrt kann ein erhöhter Harnsäurespiegel sich ungünstig auf die Cholesterinwerte auswirken.

Andere Erkrankungen ausschließen

Wird eine Fettstoffwechselstörung festgestellt, muss Ihr Arzt andere Grunderkrankungen als Ursache ausschließen. Denn z. B. können eine Unterfunktion der Schilddrüse, Nierenfunktionsstörungen oder eine Magersucht für den Anstieg der Werte verantwortlich sein. Ebenso können lang anhaltender Stress sowie Medikamente, z. B. Betablocker, Hormone, Kortison oder AIDS-Präparate, die Werte erhöhen.

Ab wann bin ich übergewichtig?

Übergewicht kann auf verschiedene Weise ermittelt werden:

Body-Mass-Index (BMI) berechnet sich aus dem Gewicht (kg) geteilt durch das Quadrat der Körpergröße (m). Normalgewicht liegt bei Frauen zwischen 19 und 24 und bei Männern zwischen 20 und 25.

Waist-Hip-Ratio/Taille-Hüft-Verhältnis beschreibt das Verhältnis zwischen Taille und Körpergröße, nämlich Taillenumfang geteilt durch Körpergröße. Je höher der Wert, desto höher das Krankheitsrisiko. Werte über 0,5 gelten in der Regel als medizinisch kritisch.

Ein Bauchumfang von über 88 cm bei Frauen und über 102 cm bei Männern gilt als deutlich erhöhter Risikofaktor für das Auftreten von koronarer Herzkrankheit, Schlaganfall und Diabetes mellitus Typ 2.

Durch eine ärztliche Untersuchung können Sie andere Ursachen für eine Fettstoffwechselstörung ausschließen und Folgeerkrankungen vorbeugen.

Durch eine ärztliche Untersuchung können Sie andere Ursachen für eine Fettstoffwechselstörung ausschließen und Folgeerkrankungen vorbeugen.