Pilzinfektionen – unangenehm, aber selten gefährlich.

Fast jeder Mensch hat irgendwann im Leben eine Pilzinfektion. Jucken, Brennen und Entzündungen sind meist die Folge. Und wenn sich der Pilz einmal festgesetzt hat, dann lässt er so schnell nicht locker. Pilzinfektionen heilen nur selten von selbst. Deshalb sollte man schon beim Verdacht etwas dagegen unternehmen. Je länger man den Erregern Zeit lässt, desto hartnäckiger und tiefer nisten sie sich ein. Und desto aufwendiger wird die Behandlung.

Vorsicht, hier lauert Ansteckungsgefahr!

Pilzinfektionen sind ansteckend. Egal ob im Schwimmbad, im Hotelzimmer oder beim Sport, überall lauern die Erreger. Wer an einer Pilzinfektion leidet, der wird leicht zur „Sporenschleuder“.

Die zunehmende Zahl der Pilzinfektionen ist auch einen sorglosen Umgang mit der Erkrankung zurückzuführen. Unser modernes Leben mit Fitnessstudios und Saunen tut ein Übriges zur Ausbreitung. Dabei sind die meisten Pilzinfektionen leicht zu behandeln. Viele Anti-Pilzmittel gibt es rezeptfrei und preisgünstig in Ihrer Apotheke. Jeder sollte deshalb die Anzeichen einer Pilzinfektion kennen und wissen, wie er sie vermeiden und behandeln kann. Diese Seiten geben Hinweise zur Diagnose, Behandlung und Vorbeugung der häufigsten Pilzerkrankungen. Denn gesund und fit heißt auch pilzfrei von Kopf bis Fuß.

Was sind eigentlich Pilze?

Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere. Mit den Pflanzen haben sie den Wuchs gemeinsam. Mit den Tieren die Art ihrer Energiegewinnung. Fast alle Pilze leben von organischem Material, das andere Lebewesen aufgebaut haben. So verdauen die Pilze im Wald das tote Holz und Laub der Bäume und machen so die wertvollen Mineralien, die darin enthalten sind, den Pflanzen wieder zugänglich.

Man nimmt an, dass es rund eine halbe Million Arten von Pilzen gibt. Einige von ihnen sind dem Menschen äußerst nützlich. Sie helfen bei der Käseherstellung und beim Backen. Sie lassen das Bier und den Wein gären und werden sogar zur Herstellung von Medikamenten wie Penicillin genutzt. Von dieser Vielzahl an Pilzen verursachen nur circa 180 Arten Krankheiten beim Menschen. Sie werden in drei Hauptgruppen eingeteilt.

 

 

> Fadenpilze (Dermatophyten)

Die Fadenpilze rufen vor allem oberflächliche Hautinfektionen wie Fußpilz oder Nagelpilz hervor.

> Hefen (Sprosspilze)

Die Hefen hingegen können auch tiefer in den Körper vordringen und die Vaginalschleimhaut oder die Oberfläche des Magen-Darm-Traktes in zieren

> Schimmelpilze

Infektionen mit Schimmelpilzen sind zwar selten, dafür aber oft schwerwiegend. Sie betreffen auch innere Organe wie etwa die Lunge und treten vor allem bei Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem auf.

Mediziner bezeichnen Pilzinfektionen meist als Mykosen. Für oberflächliche Hautinfektionen wird auch der Begriff Tinea verwendet. Je nach betroffenem Körperteil spricht man dann etwa von Tinea pedis, wenn der Pilz am Fuß wächst, oder Tinea corporis, wenn sich die Infektion am Körperstamm befindet.

Der Begriff Soor steht für Infektionen mit dem Hefepilz Candida albicans. Auch hier spricht man je nach Art des Befalls von Mundsoor, Windelsoor oder Vaginalsoor.

Nicht jeder Pilz in oder auf unserem Körper ist gefährlich. Einige Pilzarten gehören sogar zu unserer normalen Darm- und Körperflora. Solange das Zusammenspiel dieser Flora nicht gestört wird, kommt ein gesundes Immunsystem im Allgemeinen gut mit ihnen zurecht. Lässt unsere Abwehr aber nach oder ist unsere Flora gestört, so können sich bestimmte Pilzarten übermäßig vermehren und zum Problem werden.

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