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Verstanden

Volkskrankheit Bluthochdruck: oft unbemerkt und gefährlich

Zu hoher Blutdruck gehört zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland: Mindestens 34 Millionen Bundesbürger leiden darunter – oft, ohne es zu wissen. Denn Menschen mit Bluthochdruck fühlen sich lange Zeit gesund und wohl. Doch unbehandelter Bluthochdruck ist gefährlich: Er erhöht das Risiko für Folgekrankheiten wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Schon lange sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland.

Doch Sie können vorsorgen: Lassen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig messen – und wenn nötig behandeln. Das ist ein wichtiger Schritt für bleibende Gesundheit.

Hier erhalten Sie viele Tipps und Anregungen zum Umgang mit der Krankheit. Denn um Bluthochdruck in den Griff zu bekommen, müssen Sie einige Dinge in Ihrem Leben ändern.

Der wichtigste Tipp gleich vorweg: Vertrauen Sie Ihrem Arzt und beherzigen Sie seine Anweisungen. Er kennt Ihre körperliche Verfassung und Ihre Lebenssituation am besten und hilft Ihnen gerne weiter. Wenn Sie Beratung zu den Medikamenten brauchen, können Sie sich auch an Ihre Apotheke wenden. Hier bekommen Sie zuverlässige Auskünfte.

So entsteht Bluthochdruck

Das Herz, die Kreislaufzentrale

Blutdruck entsteht durch die Pumpleistung des Herzens. Es zieht sich ca. 60- bis 80-mal pro Minute zusammen und dehnt sich anschließend wieder aus. So werden pro Minute ca. 5 Liter Blut durch unseren Kreislauf gepumpt – insgesamt 8.000 Liter am Tag und 3 Millionen Liter im Jahr. Kein technisches System ist auch nur annährend so dauerhaft leistungsfähig. Eine der wichtigsten Fähigkeiten unseres Kreislaufsystems ist die schnelle Anpassung an die Anforderungen des Körpers. So kann die zirkulierende Blutmenge auf bis zu 20 Liter ansteigen, wenn ein entsprechender Sauerstoffbedarf herrscht – etwa beim Sport. Hier vollbringt das Herz Spitzenleistungen, indem es die Schlagzahl drastisch erhöht.

Das Herz pumpt sauerstoffreiches Blut in die arteriellen Blutgefäße. Die Arterien verzweigen sich immer weiter bis in feinste Haargefäße, die Kapillaren. Hier nimmt das Blut seine eigentliche Versorgungsfunktion wahr: Es führt den Zellen Sauerstoff und Nährstoffe zu und transportiert Abbaustoffe wie Kohlendioxid durch die Venen zurück zum Herzen. Wir unterscheiden dabei den Lungenkreislauf, der für die Auffrischung des Blutes mit Sauerstoff zuständig ist, und den Körperkreislauf, der den Sauerstoff im Körper verteilt.

Ab wann haben Sie Bluthochdruck?

Der Blutdruck wird wie beim Barometer gemessen: in „Millimeter Quecksilbersäule“ (mmHg). Dabei wird der systolische Wert zuerst genannt, dann der diastolische. Als normal gilt ein Blutdruck bis zu 130/85 mmHg. Bei Patienten über 80 Jahre darf der Blutdruck bis 150 mmHg systolisch gehen, zwischen 70 und 80 Jahren bis 140 mmHg systolisch.

Bei höheren Werten spricht man heutzutage bereits von einer Hypertonie. Wenn Sie also dauerhaft solche Werte bei sich messen, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt, damit die Behandlung schnell beginnen kann.

Wie kommt es zu Bluthochdruck?

Bei den meisten  Bluthochdrucklern lässt sich keine Ursache finden. Der Arzt spricht dann von „primärer“ oder „essenzieller Hypertonie“. Bei weniger als 10 % aller Betroffenen ist eine Organerkrankung Ursache für den erhöhten Blutdruck.

Häufig begünstigt eine erbliche Veranlagung Bluthochdruck. Zusammen mit weiteren Risikofaktoren oder einer ungesunden Lebensweise kann die erbliche Vorbelastung dann eher zur Erkrankung führen. Statistisch erkranken mehr Männer als Frauen, und mit höherem Alter steigt oft auch der Blutdruck.