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Sollten systemische Antibiotika zur Behandlung von Haut- und Weichteilabszessen verabreicht werden?

Haut- und Weichteilinfektionen mit Abszessen gehören zu den häufigen Alltags-Erkrankungen in der Praxis. Inzision und Drainage zählen zum therapeutischen Standard. Bisher ist unklar geblieben, ob eine ergänzende systemische antibiotische Therapie hierbei von Vorteil ist. Empfehlungen der „Infectious Diseases Society of America“ für die Behandlung von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA)-Infektionen bei Erwachsenen und Kindern besagen, dass Inzision und Drainage für einfache Abszesse in den meisten Fällen ausreichen und ergänzende Antibiotika nur bei ausgewählten Patienten nützlich sind. Diese Empfehlungen basieren auf älteren Studien, mit denen im Ergebnis kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Antibiotika-Therapie und Nicht-Antibiotika-Therapie nachgewiesen werden konnte. Zwei große, kürzlich veröffentlichte multizentrische Studien stellen diese Ergebnisse in Frage. > Mehr

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Sind Matrix-Gla-Protein-Polymorphismen mit der Osteo-Arthritis des Handgelenks verbunden?

Matrix-Gla-Proteine (MGP) wurden in Herz, Niere, Lunge, Knorpel, Knochen und den glatten Gefäßmuskeln nachgewiesen. Sie benötigen zur vollen Funktionsfähigkeit eine Aktivierung über Vitamin K. Im Tierversuch wurden bei einem Mangel an aktivierten MGP eine abnorme Mineralisation der Wachstumsplatte und eine enchondrale Ossifizierung nachgewiesen, die zu Kleinwuchs, Osteopenie und Frakturen führten. Veränderte Chondrocyten, wie sie auch bei der humanen Osteo-Arthritis auftreten, produzieren unter-carboxyliertes MGP, während gesunde Chondrocyten funktionales MGP produzieren. Die Faktoren, die bei der humanen Mineralisierung und Osteophytenbildung der Osteo-Arthritis (OA) eine Rolle spielen, werden noch nicht ganz verstanden. Deshalb haben die Studien-Autoren nach einem möglichen Zusammenhang zwischen der Hand-OA, dem Serum-MGP-Spiegel und genetischen Polymorphismen gesucht. > Mehr

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ß-Amyloide, Angststörungen und Kognitionsverlust in der präklinischen Phase der Alzheimer’schen Erkrankung

Wir wissen von der Alzheimer’schen Erkrankung (AE), dass sie eine lange Vorlaufzeit besitzt. Die Krankheit entwickelt sich über viele Jahre vor dem Auftreten klinischer Zeichen. Als ß-Amyloide werden zwei Proteine bezeichnet, die über ein Amyloid-Vorläufer-Protein gebildet werden. Sie gehören zum normalen Stoffwechsel und besitzen biologische Funktionen als anti-mikrobielle Peptide und lagern sich im Gehirn normalerweise nicht ab. Bei älteren Erwachsenen ist der Nachweis von hohen ß-Amyloidwerten mit einer leichten Demenz, einem Abbau des verbalen Gedächtnisses und mit einer Verminderung des Hippocampus-Volumens verbunden. Wenige Untersuchungen haben sich bisher mit modifizierbaren Faktoren, Angststörungen und Depressionen befasst. Ziel der aktuellen Studie war die Erfassung der Verbindung zwischen dem ß-Amyloid-Status und damit verbundenen kognitiven Veränderungen wie Angststörungen und Depressionen. > Mehr

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Determinanten für einen ausreichenden 25-hydroxy-vitamin D-Spiegel im Serum bei finnischen Kindern

Etwa 13% der untersuchten Bevölkerung (55.844) leiden, unabhängig von ihrer Ethnie, ihrer Altersgruppe und dem Breitengrad ihres Wohnortes, nach den Ergebnissen einer europaweiten Studie im Jahresdurchschnitt unter einem Serum-25-hydroxy-vitamin D-Mangel (S-25(OH)D) von <30 nmol/L (12ng/ml). Bei einem leicht geänderten, aber überwiegend bei 50 nmol/L (20ng/ml) akzeptierten Grenzwert für einen Vitamin D-Mangel, steigt die Prävalenz auf 40,4% an. Dabei wurden 17,7% der Blutproben im Winter zwischen Oktober bis März und 8,3% zwischen April bis November durchgeführt. Dunkelhäutige Menschen, die für die Vitamin D-Synthese in der Haut mehr Licht benötigen, zeigen eine höhere Prävalenz für einen Vitamin D-Mangel als Menschen mit heller Haut. > Mehr

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Der Vitamin D-Status in den ersten zehn Lebensjahren und das Allergie- und Asthma-Risiko

Es besteht der Verdacht, dass der Vitamin D-Mangel ein möglicher Risikofaktor bei der Asthmaentwicklung sein könnte. Die bisherigen Untersuchungen im Kindesalter haben zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt. Autoren des Telethon-Kids Institute haben jetzt erstmals in Perth, Australien, mit einer prospektiven Studie die Beziehung zwischen 25(OH)D-Spiegeln, der allergischen Sensibilisierung, Asthma und der Infekthäufigkeit von der Geburt bis zum Alter von 10 Jahren verfolgt. Die Plasma-25(OH)D-Spiegel wurden bei der Geburt, mit 6 Monaten, mit 1, 2, 3, 4, 5 und 10 Jahren erfasst und mit dem klinischen Verlauf verbunden. Die Ergebnisse werfen ein neues Licht auf die bisher kontrovers geführten Diskussionen zu diesem Thema. > Mehr

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