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Sexting und Sexualverhalten Jugendlicher

Die elektronischen Medien haben mit der Zunahme des Gebrauchs internetfähiger Telefone die soziale Umgebung der heutigen Jugend entscheidend verändert. Fast alle Jugendlichen in den Industrieländern haben heute Zugang zum Internet. Viele besitzen ein mobiles Telefon, zum Teil auch mit Internet Zugang. Die Versendung von Textmitteilungen und Bildern ist einfacher als je zuvor. Das Internet ist ein öffentlicher Bereich, was von vielen Jugendlichen nicht hinreichend wahrgenommen wird. Nicht angemessene Textmitteilungen und Bildsendungen können deshalb zu erheblichen Problemen führen.  Einmal ins Internet gestellt, können sich Texte und Bilder unkontrolliert verbreiten und dann auch nicht mehr zurückgeholt werden. Während mit „Texting“ das Versenden von Mitteilungen gemeint ist, wird mit „Sexting“ (setzt sich zusammen aus Sex und Texting) das Versenden von Nackt- oder Halbnackt-Bildern mit oder ohne Text sexuellen Inhalts bezeichnet. Besteht zwischen „Sexting“ und dem sexuellen Risiko-Verhalten Jugendlicher ein Zusammenhang? Zur Antwort auf diese Frage haben amerikanische Autoren den Mittelschülern einer siebten Klasse einen Computer-Fragebogen zu ihrem Sexting-Verhalten, zu ihrem intendierten oder vollzogenen sexuellen Verhalten und ihrer Einstellung zur Sexualität vorgelegt. Zweiundzwanzig Prozent der befragten Schüler berichteten, in den vorangegangenen 6 Monaten Sexting-Botschaften verschickt zu haben. Siebzehn Prozent (n=71) haben Texte mit sexuellem Inhalt und 5% entsprechende Fotos (n=21) gutgeheißen. Bilder wurden öfter von weiblichen Jugendlichen befürwortet. Jegliche Art von „Sexting“ war mit einem aktiveren Sexualverhalten verknüpft. Besonders das Senden von Fotos führte im Vergleich zu Text-Botschaften zu einer allgemein verstärkten und alle Varianten umfassenden sexuellen Aktivität. Während Sexting bei amerikanischen Jugendlichen offenbar nicht mehr ungewöhnlich ist, liegen für deutsche Jugendliche noch keine aussagefähigen Zahlen vor. Einzelne Presseberichte über negative Erfahrungen betroffener Schüler, vor allem Schülerinnen, zeigen, dass dieser Trend auch bei uns angekommen ist. Jugendliche müssen über die Risiken und Folgen dieses Verhaltens informiert werden. Was einmal ins Netz gestellt wird, bleibt auch im Netz.

Text: Dr. med. Jürgen Hower, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Quelle: Houck, CD et al. Sexting and Sexual Behavior in At-Risk Adolescents. Pediatrics 2014 Jan 6: 133: e276-e288

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