Erhöhter Cholesterinwert:
Mit welchen Folgen müssen Sie rechnen?

Wenn Sie die Diagnose Fettstoffwechselstörung erhalten haben, ist es wichtig, dass Sie dies nicht auf die leichte Schulter nehmen – auch wenn es Ihnen jetzt noch gut geht. Eine unbehandelte Störung des Fettstoffwechsels verursacht schleichend Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose). Die Fettplaques beginnen, Ihre Arterien zu verstopfen; es kommt zu Durchblutungsstörungen.

Die Folgen der Gefäßverengungen können tödlich enden:

Gefäßverengungen durch erhöhte Cholesterinwerte verursachen Durchblutungsstörungen - mit schwerwiegenden Folgen.

Herzinfarkt und Angina Pectoris

Verengen sich die Herzkranzgefäße, die Ihr Herz mit sauerstoffhaltigem Blut versorgen, kommt es zur koronaren Herzkrankheit, kurz KHK genannt. Ein Engegefühl in der Brust (Angina Pectoris) gehört ebenso zu diesem Krankheitsbild wie der Herzinfarkt oder der plötzliche Herztod. 300.000 Menschen erleiden nach Angaben der Deutschen Herzstiftung jährlich in Deutschland einen Herzinfarkt und über 170.000 sterben an den Folgen.

Schlaganfall

Betrifft die Arteriosklerose die Halsschlagader, kann sie einen Schlaganfall hervorrufen. Laut der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe gibt es knapp 270.000 Schlaganfälle jährlich in Deutschland. Rund 20 Prozent der Schlaganfall-Patienten sterben innerhalb von vier Wochen, mehr als 37 Prozent innerhalb eines Jahres. Rund die Hälfte der Überlebenden behält bleibende Schäden und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Nach Krebs- und Herzerkrankungen ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Durchblutungsstörungen aufgrund verengter und verhärteter Arm-, Becken- und Beinarterien können eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) mit starken Muskelschmerzen nach kurzen Gehstrecken (die sogenannte Schaufensterkrankheit) verursachen. In etwa 95 Prozent der Fälle sind Gefäßverkalkungen die Ursache. In Deutschland leiden ungefähr 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung über 70 Jahren an pAVK. Bei Betroffenen liegen in den meisten Fällen auch Verkalkungen in anderen Gefäßen vor – so ist das Risiko für einen Schlaganfall und KHK erhöht.

Ursachen

Wie kommt es überhaupt zu einem zu hohen Cholesterinspiegel?

Zum einen gibt es die nicht beeinflussbaren Risikofaktoren wie Geschlecht und Alter (Mann älter als 45, Frau älter als 55 Jahre) sowie die erblich bedingte Erhöhung der Blutfettwerte (familiäre Hypercholesterinämie). Häufiger sind jedoch ungünstige äußere Faktoren verantwortlich, die Sie selbst beeinflussen können.

Ungünstige Faktoren, die Sie selbst beeinflussen können:

falsche Ernährung mit viel Fett, Cholesterin, tierischem Eiweiß und wenigen Ballaststoffen

Bewegungsmangel und infolgedessen Übergewicht

Stress, Rauchen und vermehrter Alkoholkonsum

Ebenfalls können auch beeinflussbare und nicht beeinflussbare Faktoren zusammenkommen – dann spricht man von einer polygenen familiären Hypercholesterinämie. Nicht zuletzt begünstigen manche Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Gicht eine Fettstoffwechselstörung.

Bewusst essen: Wählen Sie möglichst fettarme und ballaststoffreiche Nahrungsmittel, um Ihre Cholesterinwerte auf einem gesunden Level zu halten.

Bewusst essen: Wählen Sie möglichst fettarme und ballaststoffreiche Nahrungsmittel, um Ihre Cholesterinwerte auf einem gesunden Level zu halten.