Altersabhängige Auswirkungen der Häufigkeit und Störung des Cannabiskonsums auf die Symptome von Psychosen, Depressionen und Angstzuständen bei Heranwachsenden und Erwachsenen

Eine beginnende kognitive Einschränkung führt häufig zur Demenz. Der Begriff der leichten kognitiven Einschränkung beschreibt einen Zustand, der nicht schwer genug ist, um ihn als Demenz zu bezeichnen, sich aber bereits von gesunden Personen unterscheidet. Vorhandene Studien zeigen, dass Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen auch Risikofaktoren für einen kognitiven Abbau und eine demenzielle Erkrankung sind. Strate-gien zur Verminderung des kardiovaskulären Risikos dürften ein Weg zur Verbesserung der Kognition und Minderung des Demenzrisikos sein.
Mit ihrer Studie haben die Autoren die unabhängigen und additiven Auswirkungen von Aerobic Exercise (AE) und von einer DASH-Ernährung (Dietary Approaches to Stop Hypertension) auf die Leistungsfähigkeit von Erwachsenen mit kognitiven Beeinträchtigungen ohne Demenz (CIND - Cognitive Impairment with No Dementia) und auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (KHK) untersucht.
Eine 2 x 2 faktorielle Studie wurde mit 160 Männern und Frauen (Alter >55 Jahre) mit CIND- und KHK-Risikofaktoren durchgeführt. Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip 6-monatigen AE, einer DASH-Diät mit Ernährungsberatung, einer Kombination aus AE und DASH oder einer allgemeinen Gesundheitsberatung (HE – Health Education) zugeordnet. Der primäre Endpunkt war ein vordefiniertes, aus Einzelfunktionen zusammengesetztes Maß für die Exekutivfunktionen. Zu den sekundären Ergebnissen gehörten Messungen der Sprachfähigkeit, der Sprachflüssigkeit, des Gedächtnisses und Bewertungen auf der modifizierten Skala zur Demenz-Beurteilung (Clinical Dementia Rating Scale).
Teilnehmer, die an AE teilgenommen hatten, zeigten im Gegensatz zu den Probanden, die nur eine DASH-Diät erhalten hatten, signifikante Verbesserungen im Bereich der Exekutivfunktionen. Verglichen mit den Teilnehmern, die nur eine HE erhalten hatten, wiesen die Probenden, bei denen AE mit einer DASH-Diät kombiniert worden war, die größten Verbesserungen auf. Eine bessere aerobe Fitness minderte das KHK-Risiko. Eine reduzierte Natriumzufuhr war in Verbindung mit AE mit weiteren Verbesserungen der Exekutivfunktionen verbunden. Signifikante Verbesserungen des Gedächtnisses, der Sprache und der Sprachflüssigkeit wurden nicht beobachtet.
Die Ergebnisse zeigen, dass AE die Exekutivfunktionen Erwachsener mit einem hohen Risiko für einen kognitiven Abbau verbessern können.

Kommentar:

Das Interesse an körperlicher Aktivität nimmt zu. Mit observationalen und randomisierten Studien konnte bisher schon gezeigt werden, dass mäßige bis starke körperliche Aktivität mit einem reduzierten kardiovaskulären, Diabetes-, Krebs-, Demenz-Risiko und einer höheren Lebenserwartung assoziiert ist. Körperliche Aktivität besitzt einen positiven Einfluss auf ein breites Spektrum neurokognitiver Funktionen in allen, besonders aber in höheren Altersgruppen. Die Ergebnisse von Peven et al. zeigen, dass selbst kurze Strecken intensiver körperlicher Aktivität von weniger als 10 Minuten sich zu einem gesundheitlichen Vorteil bei älteren Erwachsenen akkumulieren können. Die aktuelle Studie von Blumenthal et al. bestätigt den Zusammenhang zwischen aeroben Übungen und verbesserten kognitiven Funktionen bei leichten mentalen Einschränkungen. Die Vorteile körperlicher Aktivität und eines allgemein gesunden Lebensstils bleiben für alle Altersklassen unwidersprochen. Körperliche Aktivität ist Medizin in jeglicher Dosierung.

Text: Dr. med. Jürgen Hower, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Quellen: Blumenthal JA et al. Lifestyle and neurocognition in older adults with cognitive impairments: A randomized trial. Neurology 2018 Dec 19 [epub ahead of print]
Peven JC et al. Associations Between Short and Long Bouts of Physical Activity with Executive Function in Older Adults. Journal of Cognitive Enhancement 2018; 2: 137-145. https://doi.org/10.1007/s41465-018-0080-5
Herting MM, Chu X. Exercise, cognition, and the adolescent brain. Birth Defects Res 2017 Dec 1; 109(20): 1672-1679

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