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Die Verbindung zwischen Vitamin D-Spiegel und Mortalität in Altenheimen

Vitamin D wird zu 90% über die Haut und nur zu 10% über die Nahrung aufgenommen. Lebensstil-Faktoren und Angst vor der Sonne führen bei weiten Teilen der Bevölkerung zu einem Vitamin D-Mangel, dessen Auswirkungen auf viele Organsysteme durch experimentelle Untersuchungen nachgewiesen, aber in klinisch-epidemiologischen Untersuchungen bisher nur für den Knochen zweifelsfrei gesichert werden konnte. Vitamin D-Mangel ist in Altenheimen hoch prävalent. Die Autoren haben in einer prospektiven Studie (The Study of Health and Drugs in the Elderly (SHADES)) untersucht, ob der Vitamin D-Mangel auch mit einer erhöhten Mortalität verbunden ist. Die 333 Studienteilnehmer (>65 Jahre) wurden über 3 Jahre verfolgt. Der mittlere Vitamin D-Serumspiegel (25(OH)D3 betrug 40,2nmol/L (16,1ng/ml). 147 Probanden (44%) starben während des Beobachtungszeitraums. Das Mortalitätsrisiko war im Vergleich zu Probanden mit einem Vitamin D-Serumspiegel von >48nmol/L (>19,2ng/ml) bei Probanden mit einem Spiegel <29nmol/L (<11,6ng/ml) um den Faktor 2,02, bei Probanden mit einem Spiegel zwischen 30-37nmol/L (12,0 bis 14,8ng/ml) um den Faktor 2,03 und bei Probanden mit einem Spiegel zwischen 38-47nmol/L (15,2 bis 18,8ng/ml) um den Faktor 1,6 erhöht.

Zwischen der Mortalität und dem Vitamin D-Spiegel von Altenheimbewohnern besteht ein statistischer Zusammenhang. Dieser Zusammenhang konnte bereits in einer älteren Studie nachgewiesen werden. Korrelationen lassen noch keine gesicherten ursächlichen Schlüsse zu. Strategien zur Prävention des Vitamin D-Mangels in Altenheimen dürften in jedem Fall nützlich sein, ebenso wie randomisierte Studien zur Sicherung eines ursächlichen Zusammenhangs notwendig sind.

Text: Dr. med. Jürgen Hower, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Quelle: Samefors, M et al. Vitamin D deficiency in elderly people in Swedish nursing homes is associated with increased mortality. Eur J Endocrinol 2014 Apr 10; 170(5): 667-75
Pilz, S et al. Low 25-hydroxyvitamin D is associated with increased mortality in femal nursing home residents. J Clin Endocrinol Metab 2012 Apr; 97(4): E653-7

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