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Vitamin D-Mangel und die Inzidenz kardio- und cerebro-vaskulärer Erkrankungen

Bereits frühere Untersuchungen haben eine Verbindung zwischen Serum-25-hydroxyvitamin D (25(OH)D) und einem erhöhten kardio-vaskulären Risiko aufgezeigt. In einer aktuellen deutschen Untersuchung konnte dieses Risiko bestätigt und neue Erkenntnisse hinzu gewonnen werden.

In die Kohortenstudie wurden 9.949 Erwachsene im Alter zwischen 50 bis 74 Jahren (59% Frauen) zwischen 2000 und 2002 im Rahmen eines allgemeinen hausärztlichen Gesundheitschecks aufgenommen. Die meisten Studienteilnehmer wiesen unzureichende Vitamin D-Spiegel (<50nmol/L entsprechend <20ng/ml; nmol/L:2,496=ng/ml) auf. Vitamin D-Serumspiegel wurden bei der Erstuntersuchung, nach fünf und nach acht Jahren bestimmt.

Die mittlere Beobachtungszeit betrug 9,2 Jahre für den Endpunkt Tod und 6,5 Jahre für den Endpunkt kardiovaskuläre Erkrankung, koronare Herzerkrankung und Schlaganfall.

Während der Beobachtungszeit erlitten 854 Patienten ein nicht-tödliches, 176 ein tödliches kardio-vaskuläres Ereignis, 460 Patienten eine nicht-tödliche und 79 eine tödlich verlaufende koronare Herzerkrankung. 313 Patienten erlitten einen nicht-tödlichen Schlaganfall, 41 Patienten einen tödlichen Schlaganfall.

Insgesamt war die Anzahl der Ereignisse bei Vitamin D insuffizienten Patienten höher (1,46-fache für alle kardio-vaskulären Erkrankungen und 1,58-fache für alle cerebro-vaskulären Erkrankungen). Die Ergebnisse änderten sich nicht wesentlich, wenn Alter, Geschlecht, die Jahreszeit der Blutentnahme, Raucherstatus und körperliche Aktivität berücksichtigt wurden.

Nach Berücksichtigung dieser Variablen war der Vitamin D-Mangel mit einem um 27% erhöhten Risiko für eine nicht-tödliche kardio-vaskuläre und mit einem um 62% erhöhten Risiko für eine tödlich verlaufende kardio-vaskuläre Erkrankung verbunden. Die Autoren haben dabei eine Zunahme des kardio-vaskulären Risikos bei Werten unter 75nmol/L beobachtet. Zwischen nicht-tödlich verlaufenden kardio-vaskulären Erkrankungen und Vitamin D-Mangel konnte erstaunlicherweise kein signifikanter Zusammenhang nachgewiesen werden.

Die Ergebnisse lassen den Schluss zu und bestätigen damit frühere Beobachtungen, dass niedrige Vitamin D-Spiegel wahrscheinlich dosisabhängig das vaskuläre Risiko beeinflussen. Warum der Zusammenhang mehr für das tödliche als das nicht-tödliche vaskuläre Risiko gilt, entzieht sich bisher einer Erklärung.

Text: Dr. med. Jürgen Hower, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Quelle: Perna L, et al. Serum 25-hydroxyvitamin D and incidence of fatal and nonfatal cardiovascular events: a prospective study with repeated measurements. J Clin Endocrinol Metab. 2013 Dec; 98(12):4908-15

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