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Verstanden

Hausmittel

Auch die Wirkungen von Hausmitteln wie Honig, Ingwer und Co. sind nicht wissenschaftlich bewiesen. Wenn Sie aber gute Erfahrungen damit gemacht haben, spricht nichts gegen die Anwendung. Im Folgenden haben wir einige Methoden zusammengestellt, die sich im Allgemeinen bewährt haben.

> Bettruhe

Oberstes Gebot bei Infektionskrankheiten ist Schonung. Denn zur Abwehr der Erreger-Invasion braucht Ihr Körper alle Kräfte. Deshalb dauern Erkältungen wesentlich länger und brechen leicht wieder aus, wenn sie nicht richtig auskuriert werden. Und: Wer mit einer akuten Erkältung zur Arbeit geht, steckt auch noch leicht seine Kollegen an. Deshalb heißt die Devise: Bettruhe bis zur Besserung.

> Schwitzen

Ein heißes Bad am Abend bringt Sie ins Schwitzen. Danach heißt es: nicht abtrocknen, sondern gleich in ein warmes Baumwolllaken wickeln, ab ins vorgewärmte Bett und mehrere Decken obendrauf. Diese Schwitzpackung dauert 1 bis 1½ Stunden, der Schweißausbruch sollte ca. 30 Minuten anhalten. Danach ist Ruhen angesagt. Achtung: Eine Schwitzpackung dürfen Sie nur durchführen, wenn
die Körpertemperatur nicht erhöht ist! Für Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen ist sie ebenfalls tabu.

> Brustwickel

Dafür kochen Sie drei bis vier Kartoffeln mit Schale gar und zerdrücken sie in einem Küchentuch. Diesen Wickel legen Sie sich so warm wie möglich auf die Brust, binden ihn mit einem Baumwolltuch fest und nehmen ihn erst wieder ab, wenn die Masse abgekühlt ist.

Handtücher, Kelle, Badelatschen Schwamm

> Inhalationen

Besonders bei Schnupfen tut Inhalieren gut, zum Beispiel mit Eukalyptusöl. Geben Sie einige Tropfen des Öls in eine Schüssel mit heißem Wasser, beugen Sie sich darüber, legen Sie sich ein Handtuch über den Kopf, damit der Dampf nicht entweichen kann, und atmen Sie 10 bis 15 Minuten lang tief durch die Nase ein und aus. Dabei halten Sie die Augen geschlossen. Bequemer geht es mit einem Inhalationsgerät aus der Apotheke.

> Wadenwickel

Um Ihre Körpertemperatur zu senken, wickeln Sie je ein kaltes, nasses Handtuch um beide Waden (von der Kniekehle bis zum Fußknöchel). Sobald sich der Wickel erwärmt, erneuern Sie ihn. Achtung: Senken Sie Ihre Temperatur nicht unter 38°C! Wadenwickel sind auch für Kleinkinder gut geeignet.

> Fußbäder

Stellen Sie Ihre Füße in eine hohe Schüssel und füllen Sie 37°C warmes Wasser hinein, bis beide Füße gut bedeckt sind. Das Wasser können Sie beispielsweise mit Thymianextrakt versetzen. Nach ca. drei Minuten gießen Sie heißes Wasser nach, so dass sich die Temperatur auf 39°C erhöht. Nach weiteren drei Minuten steigern Sie die Temperatur auf 40 bis 41° C und nehmen bald danach die Füße aus dem Wasser. Anschließend gut warmhalten.

> Hühnersuppe

Was schon unsere Mütter und Großmütter wussten, ist inzwischen auch wissenschaftlich gestützt: Hühnersuppe hilft gegen Erkrankungen der oberen Atemwege. Forscher der Universität Nebraska fanden heraus, dass sie die Aktivität bestimmter weißer Blutkörperchen beeinflusst. Dies könnte durchaus einen positiven Einfluss auf den Verlauf von Erkältungen haben.

> Was sonst noch hilft

  • Viel trinken: Mineralwasser, Kräutertee oder Saft.
  • Süßen Sie Getränke mit Honig statt mit Zucker.
  • Die Vitamine A, C, E und B6 sowie Zink sind besonders wichtig für die Abwehr.
  • Um die Luft feucht zu halten, können Sie nachts ein nasses Handtuch auf die Heizung legen.
  • Verwenden Sie nur Einmaltaschentücher und werfen Sie sie anschließend sofort weg.
Und das Wichtigste: Dass ein heißer Grog oder Rum hilft, ist ein Märchen. Bei Erkältungen ist Alkohol verboten. Ebenso ist Rauchen – auch wenn es manch einem schwerfallen mag – während der Erkältung tabu.