Eine normale Geburt beginnt nach rund 40 Schwangerschaftswochen. Sie wird in drei Phasen eingeteilt: Eröffnungs-, Austreibungs- und Nachgeburtsphase. Die Geburt beginnt mit dem Einsetzen regelmäßiger Wehen. Sobald die Wehen in regelmäßigen Kontraktionen auftreten, sollte sich die werdende Mutter in die Klinik begeben. Während der Eröffnungsphase tritt der Kopf des Kindes in das kleine Becken ein und drückt auf den Muttermund, der sich erweitert und öffnet. Das kann besonders bei Erstgebärenden 12 bis 16 Stunden dauern. Ist diese Phase extrem kurz, spricht man von einer Sturzgeburt. Treten ernste Komplikationen auf, muss eventuell ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Sobald der Muttermund ganz geöffnet ist, beginnt die Austreibungsphase, die etwa eine Stunde dauert. Die Wehen werden stärker, jetzt soll die Mutter mitpressen. Der Kopf des Kindes soll langsam austreten. Dann werden Schultern und Rumpf vorsichtig herausgeleitet – das Kind ist geboren. Bei Komplikationen kann eine Zangen- oder Saugglockengeburt notwendig sein. Sobald die Nabelschnur nicht mehr pulsiert, wird sie abgebunden und durchtrennt. 5 bis 30 Minuten später, in der Nachgeburtsphase, löst sich die Nachgeburt, die Entbindung ist beendet.