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Verstanden

Wissenswertes F-G

Fehlgeburt:

Als Fehlgeburt oder Abort wird die vorzeitige Beendigung einer Schwangerschaft durch Absterben oder Ausstoßung des Embryos vor Erreichen seiner Lebensfähigkeit bezeichnet. Man schätzt, dass von 100 Schwangerschaften 10 bis 20 mit einer Fehlgeburt enden. Die meisten davon ereignen sich im ersten Schwangerschaftsdrittel. Die Ursachen sind vielfältig: Sie reichen von Chromosomendefekten und Erkrankungen des Embryos über Gelbkörperschwäche bis zu Infektionen und Fehlbildungen der Gebärmutter. Nach einer Fehlgeburt wird meist eine Ausschabung vorgenommen.

Fruchtwasseruntersuchung:

Medizinisch heißt sie Amniozentese. Zwischen der 15. und der 18. Schwangerschaftswoche gewinnt der Arzt mittels einer Nadel durch die Bauchdecke eine geringe Menge Fruchtwasser. Die darin enthaltenen kindlichen Zellen werden einer Chromosomenanalyse unterzogen. Damit können Chromosomenabweichungen, Erbkrankheiten und andere Erkrankungen sowie das Geschlecht festgestellt werden.

Frühgeburt:

Als Frühgeborene gelten Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Lebensfähig sind heute schon „Frühchen“ ab der 24. Schwangerschaftswoche. Diese Kinder kommen sofort nach der Geburt in einen Brutkasten (Inkubator) und müssen häufig noch künstlich beatmet werden. Es dauert bis zu 4 Jahre, bis sie den Entwicklungsrückstand aufgeholt haben.

Gebärmutter:

Die Gebärmutter (Uterus) ist ein birnenförmiges muskulöses Organ. Ausgekleidet mit einer dicken Schleimhaut, bietet sie einer befruchteten Eizelle die besten Möglichkeiten zur Einnistung. Kommt es zu keiner Befruchtung, blutet die obere Schicht der Schleimhaut mit der nächsten Menstruation ab (siehe Zyklus). Während der Schwangerschaft kann sich die Gebärmutter auf ihre 100-fache Größe ausdehnen.

Gebärmuttersenkung:

Zu einer Senkung der Gebärmutter kommt es, wenn die Haltefunktion von Beckenboden und Bändern nicht mehr ausreicht. Meist tritt sie zusammen mit einer Senkung der Scheide auf. Risikofaktoren sind mehrfache Geburten, Übergewicht, Bindegewebsschwäche und schwere körperliche Arbeit. In schweren Fällen kommt es zum Vorfall, sodass Gebärmutter und Scheide ganz oder teilweise nach außen treten. Leichte Senkungen bessern sich oft mit einem gezielten Beckenbodentraining, in schweren Fällen ist eine Operation notwendig.

Geburt:

Eine normale Geburt beginnt nach rund 40 Schwangerschaftswochen. Sie wird in drei Phasen eingeteilt: Eröffnungs-, Austreibungs- und Nachgeburtsphase. Die Geburt beginnt mit dem Einsetzen regelmäßiger Wehen. Sobald die Wehen in regelmäßigen Kontraktionen auftreten, sollte sich die werdende Mutter in die Klinik begeben. Während der Eröffnungsphase tritt der Kopf des Kindes in das kleine Becken ein und drückt auf den Muttermund, der sich erweitert und öffnet. Das kann besonders bei Erstgebärenden 12 bis 16 Stunden dauern. Ist diese Phase extrem kurz, spricht man von einer Sturzgeburt. Treten ernste Komplikationen auf, muss eventuell ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Sobald der Muttermund ganz geöffnet ist, beginnt die Austreibungsphase, die etwa eine Stunde dauert. Die Wehen werden stärker, jetzt soll die Mutter mitpressen. Der Kopf des Kindes soll langsam austreten. Dann werden Schultern und Rumpf vorsichtig herausgeleitet – das Kind ist geboren. Bei Komplikationen kann eine Zangen- oder Saugglockengeburt notwendig sein. Sobald die Nabelschnur nicht mehr pulsiert, wird sie abgebunden und durchtrennt. 5 bis 30 Minuten später, in der Nachgeburtsphase, löst sich die Nachgeburt, die Entbindung ist beendet.

Geschlechtskrankheiten:

Sie sind keineswegs ausgerottet, meist werden sie beim Geschlechtsverkehr übertragen.

  • Gonorrhoe (Tripper) äußert sich durch Brennen in der Harnröhre und eitrigen Ausfluss. Die Infektion kann bis in den Bauchraum steigen und dort Verwachsungen, Entzündungen oder Sterilität verursachen. Die Inkubationszeit beträgt  ca. drei Tage.
  • Syphilis (Lues) zeigt im ersten Stadium nässende, harte Stellen, mitunter auch ein Geschwür. Später schwellen die Lymphknoten an. Im zweiten Stadium treten wechselnde Allgemeinbeschwerden und Hautprobleme auf. Dieses Stadium kann bis zu zwei Jahre dauern. In der letzten Phase bilden sich tumorartige Knoten in allen Organen. Es folgen Störungen des zentralen Nervensystems bis zum Abbau der geistigen Fähigkeiten, Schmerzen und Gehstörungen.

Beide Geschlechtskrankheiten werden mit Antibiotika behandelt (beide Partner!).

Achtung: Ein ungeborenes Kind kann durch die Mutter infiziert werden. Neben diesen klassischen meldepflichtigen Geschlechtskrankheiten sind bei uns die ebenfalls sexuell übertragbaren Infektionen durch Chlamydien, Trichomonaden und verschiedene Viren (z. B. Herpes genitalis) sehr viel häufiger.

Geschlechtsorgane der Frau:

Die äußeren Geschlechtsorgane (Genitalien) bestehen aus dem Schamhügel, den großen und den kleinen Schamlippen, der Klitoris und dem Scheideneingang mit dem Jungfernhäutchen. Zu den inneren Geschlechtsorganen gehören die Scheide, die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke.

Gestose:

Dies ist die Bezeichnung für eine schwangerschaftsbedingte Stoffwechselstörung. Die Symptome sind Wassereinlagerungen, hoher Blutdruck und Eiweiß im Urin. In schweren Fällen können sogar Krampfanfälle auftreten, was aber heute durch die Vorsorgeuntersuchungen und rechtzeitige Therapie sehr selten geworden ist. Wenn die Gestose so ausgeprägt ist, dass die Risiken für Mutter und Kind zu groß werden, muss die Geburt vorzeitig eingeleitet werden.

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